Unsere Schule
Schülerinnen und Schüler
Zur Martin-Luther-King-Schule (MLK-Schule) gehören aktuell ca. 55 Schülerinnen und Schüler (die Schüleranzahl ist stetig schwankend). Etwa 40 von ihnen werden in der Stammschule in der Talbotstraße in vier Klassen unterrichtet.
10 Schülerinnen besuchen die ausgelagerte Mädchenklasse, die im Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe „Maria im Tann“ untergebracht ist. Die Schülerinnen weisen ausnahmslos einen sehr hohen Förderbedarf auf, der die Beschulung in einer geschlechtshomogenen Lerngruppe erforderlich macht. In dieser Einrichtung der öffentlichen Jugendhilfe befindet sich eine weitere ausgelagerte Klasse mit bis zu 8 Schülerinnen und Schülern.
An unserer Schule können ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (evlt. ergänzend dem FS Lernen oder anderen FS) unterrichtet werden.
In NRW sonderpädagogischer Förderbedarf über ein Gutachtenverfahren (AOSF) festgestellt, anschließend entscheidet die Schulaufsicht auf Grundlage des Gutachtens über den jeweiligen Förderbedarf und Förderort des Schülers/der Schülerin. Zunehmend häufiger werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht beschult: hier arbeiten sonderpädagogisch ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in den jeweiligen Grund,- Haupt,- Real- und Gesamtschulen und unterstützen die Kollegen bei der Bildung und Erziehung. Die Städteregion Aachen nimmt in der Beschulung im Gemeinsamen Unterricht in NRW eine führende Rolle ein.
Ein Großteil (teilweise bis zu 75 %) unserer Schülerschaft bedarf einer deutlich über das normale Maß hinausgehenden sonderpädagogischen Förderung. Für diese Schülerschaft sieht die AOSF eine intensivere sonderpädagogische Förderung vor. Festgestellt wird dieser erhöhte Förderbedarf durch eine sonderpädagogische Diagnostik und einer gesundheitsärztlichen Untersuchung.
Unsere Schülerschaft ist eine besondere Schülerschaft: die KMK beschreibt sie in ihren Empfehlungen zum Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung wie folgt: "Die pädagogische Ausgangslage von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf im Bereich des emotionalen Erlebens und sozialen Handelns ist von vielfältigen komplexen Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Individuum, sozialem Umfeld und Persönlichkeitsentwicklung geprägt. Zudem können die Auswirkungen von Entwicklungsstörungen, Krankheiten
und Behinderungen problemverstärkend wirken. (...)Schülerinnen und Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich des emotionalen Erlebens und sozialen Handelns sind häufig für schulisches Lernen und Handeln wenig motiviert und nicht in der Lage, eine durchschnittliche altersgemäße Aufmerksamkeit zu zeigen.
Hohe Ablenkbarkeit und kurze Konzentrationsspannen hindern sie an der Entfaltung ihrer geistigen Leistungsfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler zeigen zeitweise Übereifer und spontane Arbeitsbereitschaft, resignieren dann jedoch oft ebenso schnell, sind mutlos und enttäuscht, erscheinen antriebsarm und gleichgültig und wehren pädagogische Interventionen ab; Motivation, Ausdauer, Lerntempo und Belastbarkeit unterliegen extremen Schwankungen. Sie unternehmen bisweilen hohe Anstrengungen, um im Mittelpunkt zu stehen, und fordern von ihren Bezugspersonen ein kaum erfüllbares Maß an ständiger Zuwendung. Die schulische Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist oft durch die Vielzahl nicht unterrichtsbezogener und zugleich kräftezehrender Interaktionsprozesse erheblich eingeschränkt. Förderbedarf in anderen Schwerpunkten ist die Regel (...).
Personal
An unserer Schule arbeiten (überwiegend) Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Mittlerweile haben wir uns für Lehrerinnen und Lehrer mit anderen Lehramtsausbildungen öffnen müssen, da der fachliche Nachwuchs den Stellenbedarf nicht decken kann. Hinzu kommen eine städtische Schulsozialarbeiterstelle und wechselnde Vertretungslehrerinnen und -lehrer.
In den beiden schuleigenen Werkstätten arbeiten seit Sommer 2004 angestellte Handwerksmeister.
Zum Personal gehören weiterhin wechselnde LehramtsanwärterInnen, ein Hausmeister und eine städtische Schulsekretärin. Zudem ergänzen mittlerweile viele Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildung das Angebot im Nachmittagsbereich.
Schulgebäude und Schulgelände
Die Stadt Aachen unterhält das Gebäude und das Gelände entsprechend den Bedürfnissen der Schüler; zahlreiche Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten wurden geschaffen.
Das Stammschulgebäude hat fünf Klassenräume, die jeweils über einen Gruppenraum verfügen, einen Pausen- bzw. Discoraum, einen Kicker- und Pool-Billard-Raum, einen Computer-, einen Fitness-, einen Hauswirtschaftsraum, eine kleine Aula mit Bühne sowie einen Verwaltungstrakt mit drei Büros, einem Lehrerzimmer, einem Elternsprechzimmer und seit 2010 auch einer Kunstwerkstatt.
Daneben ist im Gebäude der „Werkstatt-Trakt“ (vier Räume) untergebracht: Die Einrichtung der Werkstätten Holz und Metall wurde etwa gleichzeitig mit der Einstellung der Meister im Jahr 1998 abgeschlossen.
Das großzügig angelegte Schulgelände verfügt über eine fußballplatzgroße Wiese, die an einen ca. 36m x 18m großen Sportplatz mit Basketballkörben, Fußballtoren und Ballfangzaun angrenzt.
1999 konnten wir den Schulgarten eröffnen und mit seiner Ausgestaltung beginnen. So gibt es jetzt einen naturnahen Teich, eine Obstwiese, einen Pavillon mit Sitzgelegenheiten und einzelnen Beete.


