Schulsozialarbeit an der MLK-Schule

Unsere Schule verfügt über eine feste städtische Planstelle für eine Schulsozialarbeiterin, die beim Jugendamt der Stadt Aachen angestellt ist.

 

In den vergangenen Jahren konnten über die Schulsozialarbeit zahlreiche Praktikanten der Sozialen Arbeit in unterschiedlichen Praktikumsformen ein Praktikum an der Schule absolvieren.

 

Ziel der Schulsozialarbeit

 

Ziel der Maßnahmen der Schulsozialarbeit ist es immer, die Ressourcen der Schülerinnen und Schüler so zu stärken, dass ihnen eine Teilnahme am schulischen Leben gelingt. Sie richtet ihre Angebote an einzelne Schülerinnen und Schüler, Schülergruppen, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer und arbeitet sowohl vorbeugend als auch intervenierend bei konkreten Problemen.

 

Einzelhilfe mit Schülerinnen und Schülern - Ziele der Einzelhilfe

 

Die Einzelfallhilfe stellt einen Schwerpunkt der SSA an der Schule dar. Der Beziehungsaufbau und die Vertrauensbildung zu den einzelnen Jugendlichen werden unmittelbar in den Vordergrund gestellt. Hilfestellungen zur Erreichung definierter Ziele und die Unterstützung zur Integration in das soziale Bezugssystem „Schule“ werden erarbeitet und professionell begleitet. Die Intensität der Einzelhilfe variiert je nach Problemstellung und der akuten Bedürfnislage.
 
Methoden der Einzelhilfe

 

Spieltherapeutische, gesprächstherapeutische, erlebnispädagogische Ansätze werden im Einzelkontakt angeboten. Eine verstärkte Einbindung der Kinder und Jugendlichen in ihr soziales Umfeld kann ermöglicht werden. Eine Begleitung zu hilfreichen Institutionen ist oftmals notwendig.

Die Einzelfallhilfe umfasste im letzten Jahr insbesondere folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Einzelgespräche zur individuellen Problemlage
  • Erkennen & Fördern der Potentiale des Jugendlichen
  • Individuelle Absprachen und Verträge
  • Kriseninterventionen
  • Vorbereitung von Hilfeplankonferenzen
  • Praktikumsvorbereitung und -betreuung

 

Soziale Gruppenarbeit - Ziele der Gruppenarbeit

 

In der sozialpädagogischen Gruppenarbeit stehen die Förderung der Gruppenfähigkeit, der Kooperationsbereitschaft und der Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund. Durch die verschiedenen Angebote der Sozialen Gruppenarbeit werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, sich mit verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten auseinander zu setzen und Gruppenregeln zu erarbeiten und einzuhalten. Dabei ist der Aufbau von Empathie und Vertrauen innerhalb der Gruppe ein wesentlicher Faktor.

 

Angebote der Schulsozialarbeiterin in der Sozialen Gruppenarbeit:

  • Konfliktbewältigungstraining
  • Kooperationstraining / Erlebnispädagogische Angebote
  • Berufsorientierung
  • Fit-for-Life-Training
  • Mädchengruppe
  • Kommunikationstraining
  • Entspannung und Meditation

 

Des weiteren bildet sich die Schulsozialarbeiterin im Rahmen einer berufsbegleitenden Weiterbildung zur Anti-Gewalt-Trainerin aus, so dass die Schule nach Abschluss dieser Weiterbildung ab dem nächsten Jahr in der Lage sein wird, das Konzept des Anti-Gewalt-Trainings für Schülerinnen und Schüler anzubieten. Dass diese Weiterbildung im Raum Aachen zum ersten Mal angeboten wird, zeigt die Exklusivität des Angebotes für unsere Schule.

 

Berufsorientierung

 

Die Berufsorientierung nimmt einen hohen Stellenwert innerhalb der Abgangsklassen ein. Die Schulsozialarbeit unterstützt individuell alle Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen bei der Berufsorientierung, was nicht nur ein intensives Bewerbungstraining umfasst, sondern darüber hinaus auch die individuelle Suche nach der für die Schülerin oder den Schüler am besten geeigneten Folgemaßnahme nach der Schulzeit, sollte keine Lehrstelle gefunden werden.

 

Elternarbeit

 

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Elternarbeit. Der familiäre Bereich stellt für das Verhalten unserer Schüler ein wichtiges Bedingungs- und Ursachenfeld dar. Daher ist eine wesentliche Zielrichtung die kontinuierliche Beratung der Eltern in Fragen der Erziehung. Die Intensität der Beratung richtet sich nach der individuellen Bedürfnislage. Auch bei Elternsprechtagen und Elternabenden in den einzelnen Klassen ist die Schulsozialarbeit mitbeteiligt.

Seit mehreren Jahren bietet die Schulsozialarbeit darüber hinaus ein Elterncafé an, das jeden ersten Mittwoch im Monat abends stattfindet. Hierbei haben die Eltern in angenehmer Atmosphäre nicht nur die Gelegenheit sich untereinander auszutauschen, sondern können Wünsche zu Themenstellungen äußern, die die Schulsozialarbeiterin dann mit ihnen bearbeiten wird.

So fanden in den vergangenen Monaten Elterncafés zu vielfältigsten Themen wie z.B. Grenzsetzung, Ängste bei Kindern oder Drogenprävention statt, welche von den Eltern gewünscht wurden.

 

Krisenintervention

 

Zur Krisenintervention gehören folgende Teilbereiche, welche mit großem Erfolg an der Schule durchgeführt werden und nachhaltig den Schulfrieden gewährleisten. Ziel ist es, möglichst zeitnah die Schülerinnen und Schüler durch die verschiedenen Formen der Krisenintervention zu befähigen, wieder ungestört am Schulleben teilnehmen zu können.

Hierzu bietet die Schulsozialarbeiterin folgende Methoden an:

  •          Mediations- und Streitschlichtungsgespräche
  •          Mitarbeit im Trainingsraum
  •          Akute Kriseninterventionen im Bedarfsfall

Vernetzung mit schülerrelevanten Institutionen

 

Um eine ganzheitlich orientierte und pädagogisch sinnvolle Vernetzungsarbeit an unserer Schule zu gewährleisten, ist die intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen außerschulischen Institutionen, Ämtern und Personen erforderlich.

Form, Umfang und Inhalt der vernetzten Kooperation ergeben sich aus der individuellen Problemlage des Jugendlichen, bzw. der Eltern und stehen immer in Abstimmung, Ergänzung und Weiterentwicklung des vorhandenen Förderplans für die jeweilige Schülerin oder den Schüler.

 

Gremienarbeit

 

Zum Erfahrungs- und Informationsaustausch mit Fachkräften anderer Einrichtungen über die thematisch-inhaltliche Arbeit nimmt die Schulsozialarbeiterin an folgenden Arbeitsgemeinschaften teil.

  • Fachkonferenz der Schulsozialarbeiter an Förderschulen für Erziehungshilfe in NRW vom Landschaftsverband Rheinland
  • Netzwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus

Weiterhin nimmt die Schulsozialarbeiterin an monatlich stattfindenden Dienstbesprechungen durch das Jugendamt und themenspezifischen Fachtagungen und Fachkonferenzen teil.

 

Vernetzung und Kooperation im Hause / LehrerInnenberatung

 

Um eine möglichst optimale Arbeit mit den Schülerinnen und Schüler leisten zu können, ist eine enge Vernetzung mit den weiteren Arbeitsfeldern an der Schule unerlässlich. Hierzu dienen zum einen die Klassenteams, die in regelmäßigen Abständen tagen und an denen die Schulsozialarbeiterin nach Bedarf teilnimmt. Zum anderen bietet die Schulsozialarbeiterin durch ihre Präsenz im Hause immer die Gelegenheit zur schnellen Informationsweitergabe und Absprache.

Außerdem bietet Schulsozialarbeit die Möglichkeit einer individuellen LehrerInnenberatung im Einzelfall, deren Ziel es ist, eine geeignete sozialpädagogische Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler zu finden, zu initiieren und in den für jede Schülerin und für jeden Schüler vorhandenen Förderplan zu integrieren.

In regelmäßigen Abständen findet unter der Leitung der Schulsozialarbeiterin eine Gruppe zur „Kollegialen Beratung und Supervision“ (KoBeSu nach Prof. Schlee, Oldenburg) statt, die allen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit bietet schüler- und unterrichtsbezogene Themenstellungen gemeinsam zu reflektieren und zu optimieren.
 
Kontaktaufnahme mit der Schulsozialarbeit an der Martin-Luther-King-Schule.